Die Beschuldigung der Gottlosigkeit ruhig ertragen, ist selbst eine der ärgsten Gottlosigkeiten. Wer mir sagt, du glaubst keinen Gott, sagt mir: du bist zu dem, was die Menschheit eigentlich auszeichnet und ihren wahren Unterscheidungscharakter bildet, unfähig; du bist nicht mehr als ein Tier. Ich lasse ihn bei diesem Gedanken; und sage ihm dadurch: du bist unfähig, über dergleichen Gegenstände zu urteilen, und unwürdig, daß man dich darüber urteilen lehre; dergleichen Gegenstände sind für dich gar nicht vorhanden; und ich mache ihn dadurch zum bloßen Tier.
Ich konnte, nachdem man wissen muß, daß diese Beschuldigung zu meinen Ohren gelangt, nicht stillschweigen, ohne eine Verachtung gegen mein Zeitalter zur Schau auszulegen, die ich nicht empfinde und welche zu empfinden mir mein Gewissen verbieten würde.
Ich konnte nicht stillschweigen, ohne meinen ganzen Wirkungskreis aufzugeben. Ich bin Professor an der Landesuniversität mehrerer Herzogtümer, deren Akademie auch von Ausländern zahlreich besucht wird; ich bin philosophischer Schriftsteller, der einige neue Ideen in das Publikum bringen zu können glaubt. Es müßte in Deutschland alle Achtung für das Heilige völlig verloschen und unsere Nation müßte wirklich sein, wessen jene mich zeihen, wenn nicht die christlichen Fürsten, welche die Hoffnung ihrer Länder, die Väter und Mütter, welche ihre Söhne auf dieser Akademie wissen, alle, welche angefangen, meine Philosophie zu studieren, ohne sie auf den Grund zu kennen, in ihrem Innern erbebten; wenn von nun an meine Person und meine Schriften nicht geflohen würden wie verpestete. Wer mir sagt, du bist ein Atheist, lähmt und vernichtet mich unwiederbringlich, wenn er Glauben findet. Ich bin jenen Erschrockenen Beruhigung, ich bin mir selbst Verteidigung meines Wirkungskreises schuldig. Geduldig mich lähmen zu lassen, verbietet mir die Pflicht.
Ich konnte zu dieser Beschuldigung nicht stillschweigen, ohne mich politischen Folgen, ohne mich der sichtbarsten Gefahr für meine bürgerliche Existenz, für meine Freiheit, vielleicht für mein Leben auszusetzen. Jenes Verbot ist nicht wie so manches andere Verbot durch das Ungefähr aus einem Lostopfe herausgezogen worden; es ist die Folge eines durchdachten und langsam und bedächtig ausgeführten Plans. Von geheimen Intrigen und Stadtgeschwätz zwar nimmt der rechtliche Mann keine Notiz; nachdem sie aber eine öffentliche Begebenheit veranlaßt haben, ist es Zeit, auch sie selbst der Publizität zu übergeben, damit jedes Ereignis in seinem Zusammenhange erscheine. Also es ist mir sehr wohl bekannt gewesen, daß schon seit einem Vierteljahre und darüber die Partei, welche es für Gottesdienst halten würde, mich zu verfolgen, in demjenigen ihrer berühmten Sitze, der mir am nächsten liegt,Dresdenüber jenen Aufsatz beratschlagt, gemurmelt, gescholten, gepoltert hat; anfangs weniger laut, dann, durch die in geheim angeworbene Beistimmung dreist gemacht, lauter und entscheidender.
Für aufgeklärt, für wohldenkend bekannte Theologen haben geäußert, daß sie nicht wissen würden, was sie von meiner Landesobrigkeit ferner zu denken hätten, wenn ich dasmal nicht abgesetzt würde. Andere haben, auf den Fall, daß sie in dieser Hoffnung doch sich täuschten, vom Reichsfiskal und Reichstage gesprochen. Der erste Schritt, den sie auf ihrem Wege zu tun hatten, ist gelungen; sie haben ein öffentliches Verbot jenes Journals, eine öffentliche Rüge jenes Aufsatzes, als eines atheistischen, sich zu verschaffen gewußt. Ich darf nicht hoffen, daß diese Helden mit dem ersten Siege sich begnügen und auf dem errungenen Lorbeer ruhen werden. Ich müßte sie nicht kennen, oder sie werden, so man sie nicht beizeiten entkräftet, alle die angekündigten Schritte tun, so wie sie den ersten getan haben, und nicht ruhen, bis ihr Ziel erreicht ist. Sie haben ihren ganzen Grimm und allen Schimpf, den sie vorderhand, mit jenem Verbote ausgerüstet, mir antun konnten, erschöpft: sie haben ihn übertrieben, und ein Verbot, das nur auf das erste Heft des Journals geht, auch auf das zweite öffentlichDies war ein Irrtum Fichtes, der auf Fehlmeldungen beruhteund durch geheime Intrigen auf das ganze Journal ausgedehnt.
Vanini zog aus dem Scheiterhaufen, auf welchem er soeben als Atheist verbrannt werden sollte, einen Strohhalm und sagte: wär' ich so unglücklich, an dem Dasein Gottes zu zweifeln, so würde dieser Strohhalm mich überzeugen. Armer Vanini, daß du nicht laut reden konntest, ehe du an diesen Platz kamest! Ich will es tun, noch ehe mein Scheiterhaufen gebaut ist; ich will, solange ich mir noch Gehör zu verschaffen hoffen kann, so laut, so warm, so kräftig sprechen, als ich es vermag. Dies zu tun, gebietet mir die Pflicht. Ich will ruhig erwarten, welche Wirkung es haben wird. Diese Ruhe gibt mir mein Glaube.
December vége, január eleje a Ring az operában,december cégén még beugrott a Bohémélet, január elején meg mi ugrottunk ki Bécsbe pár napra, a Cosira. Szép idők voltak. Zenés idők, piás idők, létfejtőek.
MOZART - COSI' FAN TUTTE (1790) with double subs It-Eng
Bartók Rádió Ars nova- a XX-XXI. század zenéje Kurtág György műveiből (1928. február 19.) 1. Kettősverseny op. 27/2 (Perényi Miklós - gordonka, Kocsis Zoltán - zongora, Budapesti Fesztiválzenekar, vez.: Eötvös Péter), 2. Hommage á Robert Schumann op. 15/d (Tihanyi Gellért - klarinét, Gaál Zoltán - mélyhegedű, Kurtág Márta - zongora), 3. A megboldogult R. V. Truszova üzenetei (Csengery Adrienne - szoprán, Budapesti Kamaraegyüttes, vez.: Mihály András)
György Kurtág - Double Concerto for Piano and Cello Op. 27, No. 2
parsifal nem firkált össze kottákat, de volt neki sok kutyája: kaukázusi, angol masztif, német dog, moszkvai őrkutya, német juhász és parsifal bizony ivott sokat, dohányzott sokat na és természetesen megfejtette a létet is. És a semmit is. Volt kőműves segéd, teherautó sofőr, uránbányász no és persze egyyetemista, érdekes dolognak mondható az élet
Ars nova- a XX-XXI. század zenéje 2024-ben bemutatott új stúdiófelvételeink (IV/1. rész) 1. Tóth Armand: Quartetto per tromboni (2020) (Corpus Harsonakvartett), 2. Kutrik Bence: Canticum (2024) (Magyar Rádió Énekkara, vez.: Pad Zoltán, zg. km.: Mali Emese), 3. Jeney Zoltán: Kalah (1983) (Balog József - zongora), 4. Kecskés D. Balázs: Hegedűverseny (2024) (Langer Ágnes, Magyar Rádió Szimfonikus Zenekara, vez.: Vajda Gergely) (Köv. rész: holnap, 22.00) Mv.: Bánkövi Gyula