Mint ahogy azt már Vörösvárinak korábban is írtam, az egyik apaági ősöm 1752-ből a Kraichgauban fekvő Menzingen faluból vándorolt ki Magyarországra.
Nagy vonalakban utánaolvastam ennek a Menzingen falunak a történetéhez Kraichtal város honlapján (Menzingen ma Kraichtal településrésze).
Íme a főbb adatok, események német nyelven:
Aus der Geschichte Menzingens
770:
Erste urkundliche Erwähnung im Lorscher Codex. "Menzingen". Der Ortsname ist zu deuten: "Bei den Leuten von Menzo oder Manzo".
804:
Umfangreiche Schenkungen gehen an das Benediktinerkloster Lorsch. Neben Hofgütern werden auch zwei Mühlen erwähnt.
Um 1250:
Ravan von Menzingen gelangt (vermutlich durch Heirat) zur Herrschaft. Er wurde zum Stammvater der noch heute hier ansässigen Freiherren von Mentzingen.
1359:
Graf Wilhelm von Katzenelnbogen belehnt Eberhard von Mentzingen mit Dorf und "borgen" (2 Burgen).
1372:
Syfrit als erster Pfarrer namentlich erwähnt, der die Seelsorge in Menzingen antrat.
1412:
Eine Bronze-Glocke wird am 15. September gegossen, die noch heute zum Geläut der evangelischen Kirche gehört - eine der ältesten Glocken in Baden-Württemberg.
1524:
Beschwerdeschrift der Gemeinde gegen Philipp von Mentzingen. In 22 Punkten protestiert die Gemeinde gegen den Verlust alter Rechte. Phillip weist die Klagen zurück.
1525:
Der "Kraichgauer Haufen" des Anton Eisenhut verwüstet das Wasserschloss. Zahlreiche Menzinger Bauern waren beteiligt. Erasmus und Peter von Mentzingen berufen Johannes Rudolfi als ersten evangelischen Pfarrer. Ihm folgt 1530 Matthäus Kochhaf aus Ingelfingen, der bis zu seinem Tode 1559 die lutherische Lehre im Ort verkündet. Dessen erster Sohn David Chytraeus war Schüler Philipp Melanchthons und Rektor der Universität Rostock. Der zweite Sohn Nathan wurde Rektor der Lateinschule Bremen.
1546:
Peter von Mentzingen erlässt die Dorfordnung, die auch Bestimmungen über Juden enthielt.
1633 - 48:
Lehrer Caspar Eulenpertsch berichtet über Hungersnot, Seuchen und Plünderungen als Folge des 30-jährigen Krieges. Bei Kriegsende werden nur noch 15 Untertanen gezählt.
Ab 1650:
Einwanderungswelle in den Kraichgau, in Menzingen u. a. aus der Schweiz ("Schweizergasse").
1687:
Bau einer jüdischen Synagoge.
Menzingen
1792 - 1803:
Große Unruhen in der Gemeinde. Neben Frondiensten werden auch die geforderten Kriegsabgaben verweigert.
1803:
Ein württembergisches Exekutionskommando pfändet im Februar die außenstehenden Zahlungen. Die Gemeinde unterliegt im "Fronprozess" vor dem Reichskammergericht nach 257 Jahre andauerndem Rechtsstreit.
1806:
Menzingen fällt an das Großherzogtum Baden. Bis dahin gehörte der Ort zum schwäbischen Ritterkreis.
1813:
Menzingen hat 1232 Einwohner und ist fünftgrößter Ort im Bezirk Bruchsal.
1846 - 48:
Bau der neuen evangelischen Kirche.
1848:
Wie auch in anderen ritterschaftlichen Orten gibt es aufgrund der Badischen Revolution Ausschreitungen gegen jüdische Mitbürger und die Grundherrschaft.
1852 - 60:
Starke Auswanderungsbewegung, vor allem in die Vereinigten Staaten.
1870:
Bau der neuen Synagoge für die auf über 100 Seelen angewachsene Jüdische Gemeinde.
1880:
Eine Telegraphenstation mit Vermittlungsstelle wird errichtet.
1890 / 91:
Bau des neuen Schulhauses.
1896:
Eröffnung der Bahnlinie Bruchsal-Menzingen am 5. März.
1914 - 18:
Menzingen betrauert 71 Gefallene im Ersten Weltkrieg.
1928:
Errichtung der Hauswasserversorgung.
1939 - 45:
Menzingen betrauert 115 Gefallene im Zweiten Weltkrieg.
1945:
Kurz vor Kriegsende wird das Wasserschloss durch Bombenangriff zerstört.
1946:
Circa 300 Heimatvertriebene kommen in den Ort.
1957:
Das Rathaus, das durch Luftangriff zerstört wurde, wird neu errichtet.
1996:
Erste Fahrt der Stadtbahn durch Kraichtal am 1. September und damit Anbindung an das Netz des KVV.
2000 - 06:
Die Tiefburg-Ruine wird vom Heimat- und Museumsverein Kraichtal notdürftig gesichert.